Wie geht es weiter?

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MarS
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Re: Wie geht es weiter?

Beitragvon MarS » Mi 12. Aug 2009, 21:58

Hallo Rainer,
momentan mangelt es nicht an Geld, sondern leider an Entwicklern.

Schaut mal ins Mantis rein, wieviele offene, unbestätigte oder schlichtweg überlesene Fehlermeldungen es dort gibt.
Es fehlen momentan Testern, die die behoben Bugs nachtesten, bevor wir ein neues Release erstellen können. webEdition 6.0.0.7 umfasst momentan 15 Verbesserungen und 25 Fehlerbehebungen, die alle getestet werden wollen - naja und solange keiner Zeit hat, bleibt das Release leider in der Schublade.

Gruß, Martin

Schmidt
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Re: Wie geht es weiter?

Beitragvon Schmidt » Fr 14. Aug 2009, 20:33

Guten Abend,

naja, die Frage ist um welche Art von Tests es sich handelt. Meiner Meinung nach ist der Programmierer eines Features // eines Bugfixes zumindest für das schreiben von Unit-Tests zuständig, welche das Testen/Entwickeln schon vereinfachen. Oftmals lassen sich die Fehler mit Unit-Tests auch schon automatisiert erkennen, und es ist kein umständliches Testen über den Browser notwendig. Eine finaler Release sollte getestet werden, aber nicht jeder einzelne Schritt. Das hebt die Qualität des Codes um ein vielfaches, einfach weil man nach jeder Änderung auf mögliche Störungen etc. direkt aufmerksam gemacht wird.

Ich habe gesehen das bisher Unittests (in /webEdition/lib/tests) nur sehr vereinzelt erstellt worden sind. Das könnte man durchaus ausbauen.

Das wäre evtl. auch ein Punkt für die Agenda, wie der Testprozess stattfinden soll, ob wir Unittests einsetzen (in dem Falle müssten aber erstmal die meisten Dinge neu erstellt werden) und wer diese erstellt - im Normalfall ist das immer der jeweilige Entwickler.

Es ist einfach nichtmehr State-of-the-Art jedes Feature im Backend 100% testen zu müssen und der Gefahr zu unterlaufen das Fehler unbemerkt bleiben.

- - - - -

Was mir, mit einem Zend Framework Background aufgefallen ist das die Verzeichnisstruktur zunächst einmal als sehr groß wahrgenommen wird ("Wo finde ich jetzt..."). Eine klare MVC-Struktur wie es das Zend Framework im Tutorial erläutert würde direkt hunderten/tausenden Entwicklern weltweit die Möglichkeit geben mitzuarbeiten ohne sich erst einige Stunden/Tage einzuarbeiten. Hier könnte man evtl. darüber nachdenken wie es in der nächsten Major-Version prinzipiell aussehen soll in dieser Richtung. Klar, alle bisherigen Entwicklern sind es so gewöhnt und neue Entwickler könnten sich auch Einarbeiten, es verursacht nur Hürden die man nehmen könnte. Es wäre aber ein sehr langer Prozess, so eine Verzeichnisstruktur umzustellen.

Man könnte auch verstärkt auf Zend Framework-Komponenten zurückgreifen, einfach um die Core-Wartung ein wenig zu entlasten. Gerade wenn wir zeitlich eingeschränkt sind, ist es nicht zu verachten wenn sich jemand anders (und die werden ja von Zend Vollzeit bezahlt) um die Core-Funktionalitäten kümmert. Beispiel Cache: in diesem oder einem der anderen Threads war memcached vorgeschlagen worden. Das ist bereits im Zend Framework integriert. Es gibt hunderte Sachen, von der Suchfunktion bis hin zum Datenmodell die man verwenden könnte. Die Features sind zum Teil echt schon klasse umgesetzt, da muss man ein großes Lob an die Entwickler geben und ich möchte hiermit auch nicht ausdrücken das die Umsetzung schlecht wäre - ich mache mir nur ein wenig Gedanken darum das insgesamt zu wenig Entwicklungsstunden zur Verfügung stehen, einen eigenen "Core" zu pflegen, zu erweitern und auch ausgiebig zu debuggen.

Das sind so meine Gedanken zum Code/Testen. Wir sollten uns also vielleicht schon auf dem Treffen oder hier im Forum damit beschäftigen was unsere Ziele für die nächste Major-Version (ich denke zeitlich gesehen nicht an ein 6.1 sondern eher an ein 6.5 oder 7) sind.

Wollen Wir den Quellcode hierzu evtl. neu strukturieren (Verzeichnisstruktur, teilweise aufteilen in mehrere Klassen, konsequentes nutzen von Models usw) ?
Wollen Wir den Quellcode mit ausgiebigen Unit-Tests ausstatten, sodass jeder Entwickler seine Änderungen/Erweiterungen selbst & automatisiert testen kann ?
Wollen Wir den Quellcode ausgiebig Kommentieren (PHPDOC) ?

Was ich damit nur anstoßen will ist eine Grundsatzentscheidung in diesen Bereichen. Ich würde alles der genannten Sachen sofort befürworten, auch bei deren Umsetzung helfen. Leider bin ich selbst momentan noch nicht in der Lage zu Beurteilen wie viel Zeit ich aufbringen kann, weshalb ich hierzu auch noch keine Aussage treffen kann - die nächsten Wochen ändert sich da bei mir vieles. Es wäre in jedem Falle ein privates Engagement.

Was mich interessieren würde, gibt es andere ZF-Entwickler die vorher nicht im Kernteam waren und die über eine Beteiligung nachdenken ? Ich konnte hierzu keine Aussagen finden. Wie seht ihr das ?
Natürlich auch die Meinungen aller bestehenden Entwickler zu den genannten Bereichen. Schließlich ist es ja euer "Baby", was Ihr da großgezogen habt und mit viel Engagement weiter begleitet. Vielen Dank auch von meiner Seite hierfür!

Grüße
Manuel

webimpact
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Re: Wie geht es weiter?

Beitragvon webimpact » Mo 30. Nov 2009, 01:03

hi-co hat geschrieben:Hi,
Typo3 kann zwar alles, hat aber eine brutale Lernkurve und ein Backend, dass man keinem Redakteur zumuten möchte.


Da kann ich nur zustimmen!
Das Auge isst mit - auch bei einem Redaktionssystem.
Ich kann doch kein Top-Design anbieten und dem Kunden dann im Backend Typo3 zumuten.

Mit WebEdition biete ich dem Kunden - bis auf die vielen Popups im Backend (nicht gerade web 2.0) - ein wirklich wertiges System mit intuitiver Bedienoberfläche.

Leider bin ich selbst mehr (Werbe-)Konzeptioner als Entwickler, so dass ich nur bei Vereins- und Marketingfragen aushelfen kann. Das aber gerne :)
Grüße

... Michael

http://www.webimpact.de
webdesign agentur münchen


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